Konservierungsstrategien der Kosmetik-Hersteller.

Jedes kosmetische Pflegeprodukt für die körperliche Anwendung benötigt Konservierung, um haltbar zu bleiben. Ein Pflegeprodukt haltbar zu machen, bedeutet, die Anzahl der Mikroorganismen (Keime, Bakterien usw.) mit Konservierungsstoffen möglichst niedrig zu halten.

Hautpflegeprodukte können in drei Gruppen unterteilt werden.

  • konventionell-kosmetisch
  • medizinisch und
  • naturkosmetisch

Hierbei unterscheiden sich die jeweiligen Anforderungen an die Produkte in der Anwendung, der Zusammensetzung und der Konservierungsstrategie.
Konventionell-kosmetische und medizinische Hautpflegeprodukte besitzen (zumeist) einen hohen Anteil künstlicher Ausgangsstoffe (Silikonöle, Esteröle, Plastik, synthetische oder pharmazeutische Wirkstoffe, etc.) und werden abschließend mit (teils mehrfacher) chemischer Konservierung haltbar gemacht.
Naturkosmetik benötigt ebenfalls Konservierung: die Art, wie Konservierung eingesetzt werden darf und wie die letztliche Zusammensetzung aussieht, unterscheidet konventionelle und medizinische von naturkosmetischen Pflegeprodukten jedoch wesentlich.
Grundsätzlich gilt: Je höher das Konservierungsmittel in einem Pflegeprodukt dosiert ist bzw. je stärker es gegen Keime wirkt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für mikrobielles Wachstum. Das Ablaufdatum (MHD) von Kosmetik ist somit vordergründig an die Einsatzkonzentration von Konservierung gebunden.
Eine Vielzahl verschiedener Konservierungsmittel lässt sich nach deren Wirkungsmechanismus in

  • schwach,
  • mittel und
  • stark unterteilen.

Schwach bedeutet, dass das hautreizende, irritative und keimtötende Potential relativ gering ist.
Starke Konservierung hat wiederum ein hohes Potential, jede Haut zu reizen, sie durchlässiger und angreifbarer zu machen und ist letztlich nicht hautfreundlich.
Kosmetik-Hersteller haben die Möglichkeit, Konservierung nach eigenem Ermessen bezüglich der Stärke und Art einzusetzen, sodass die Vermehrung von Mikroorganismen unterbunden wird. Es ist jedem Hersteller selbst überlassen, welche Konservierungsstrategie er wählt; ob hautfreundliche oder hautreizende Stoffe im Produkt eingesetzt werden.
Um für kosmetische Pflegeprodukte eine Zulassung zu erhalten, müssen die Vorgaben der europäischen Kosmetikverordnung erfüllt sein, damit Produkte rechtsmäßig angeboten werden dürfen. Hierzu werden zudem Sicherheitsbewertungen eingeholt, Expositionstabellen erstellt und Unbedenklichkeitserklärungen für einzelne Rohstoffe ausgehändigt. Im Hinblick auf den Einsatz von Konservierung in einem Hautpflegeprodukt sind mit dieser Verordnung Höchstgrenzen für die einzelnen Einsatzkonzentrationen festgelegt, jedoch nicht Einschränkungen auf die vielen Möglichkeiten von Konservierungsmittel- Kombinationen.
Entscheidend für die Wahl eines oder mehrerer, starker oder schwacher Konservierungsmittel ist das Gesamtkonzept eines kosmetischen Pflegeprodukts sowie die Ethik und Philosophie der Entwicklung.
Naturkosmetik muss ebenfalls die Richtlinie der europäischen Kosmetikverordnung (Nr. 1223/2009), mit Einschränkungen, die durch die ICADA (international cosmetic and device association) vorgegeben werden, erfüllen. Zusammensetzung, Einsatz von Konservierungsstoffen und weitere Vorgaben zum Inhalt eines naturkosmetischen Hautpflegeprodukts müssen unter Einbezug der ICADA eingehalten werden, um dieses mit dem Zusatz „Naturkosmetik“ ausloben zu dürfen.

Naturkosmetische Pflegeprodukte bringen gleichzeitig höhere Ansprüche an die Produktentwicklung, als das bei der Verarbeitung von synthetischem Rohmaterial der Fall ist.
Hohe Anteile an natürlichen, pflanzlich gewonnenen Ausgangsmaterialien im Produkt begleitet das Risiko einer mikrobiellen Grundkontamination.
Wer es mit Naturkosmetik ernst meint, achtet daher von Beginn an auf die saubere und reine Auswahl der Rohstoffquelle. Hochqualitative, natürliche Ausgangsstoffe sind wesentlich teurer in der Herstellung und spiegeln die Werthaftigkeit anhand von (teils) horrenden Preisen im Einkauf wider. Bei einem einzigen pflanzlichen Öl (z.b. Weizenkeimöl) gibt es große Differenzen bezüglich der Qualität bzw. Preise: der Preisunterschied für ein Kilogramm kann, je nach Qualität (raffiniert bis kbA) bis zu 1000% betragen. Zudem sind industriell raffinierte bzw. synthetische Öle weitaus günstiger als aufwendig gewonnene, hochwertige, biologische Pflanzen-Öle.
Hohe Mengen synthetischer Öle und Wirkstoffe können die Konzentration an Konservierung (theoretisch) herabsetzen, da diese Ausgangsstoffe aus chemisch vorgereinigten Substanzen hergestellt werden bzw. zur Gänze künstlich erzeugt sind. Mikroorganismen ist durch künstliche Öle (Silikonöle, Esteröle, etc.) zugleich der natürliche Nährboden entzogen, da diese Öle vollständig aus einer einzigen chemischen Substanz bestehen und im Organismus von Einzellern (Bakterien und Keimen) nicht verstoffwechselt werden können.
In der konventionellen, wie auch naturkosmetischen, Praxis wird z.T. bei Tagescremen eine hohe Hautverträglichkeit angespriesen, die letztlich auf einem hohen Anteil an Esterölen (oder Silikonölen) beruht und folglich auch die Konservierungsstrategie für die Hersteller vereinfacht.

Selbst ein geringer Anteil synthetischer Öle und chemischer Stoffe kann unsere Haut in Abhängigkeit von Kosmetikprodukten führen. Die Poren der Haut werden wie durch einem künstlichen Film verschlossen. Synthetische Öle legen einen Plastikmantel über die Haut, der verhindert, dass Wasser verdunsten kann. Die Haut liefert kein körpereigenes Wasser mehr nach mit dem Ergebnis, dass die Haut langfristig austrocknet. Diese Austrocknung bedeutet, dass kontinuierlich noch mehr Bedarf an kosmetischer Hautpflege besteht.
Frančis sieht diese konventionell-kosmetischen bzw. teilhaft-synthetischen (und zertifizierten) »Pflege«-Strategien als nachteilig, veraltet und überholt an.
Als Manufaktur für echte Naturkosmetik haben wir die tiefe Überzeugung, dass nur durch den Verzicht auf künstliche Öle, veraltete Konservierungsstrategien und chemische Wirkstoffe die natürliche Schönheit der Haut wieder hergestellt und erhalten werden kann.

Innovative Konservierungsstrategien für Naturkosmetik von Francis Cosmetics:
Ein hautfreundliches sowie sinnvolles Pflegekonzept unterscheidet sich maßgeblich in der Auswahl und Kombination der verwendeten, echten Inhaltsstoffe. Dies zeichnet sich z.B. durch einen hohen Gehalt an rein natürlichen Pflanzenölen, biologischen Wirkstoffen und der hautphysiologisch bestmöglichen Reduzierung (bzw. dem Verzicht) von Konservierungsstoffen aus.
Frančis Cosmetics verwendet hautphysiologisch wertvolle Öle, die aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) stammen. Die kbA-Garantie gibt eine hohe Gewähr für qualitativ hochwertige, reine und ökologisch saubere Öle. Nur jene Öl-Produzenten, die sich gesetzlichen und teils freiwilligen Qualitätsstandards unterwerfen, dürfen diese kbA Qualität anbieten.
Die Einhaltung hoher Qualitätsstandards beim Anbau, eine aufwendige Gewinnung, die schonende Weiterverarbeitung und eine entsprechend frische Beschaffenheit der biologischen Öle sind der Grund, warum es derartige (bis zu 1000%ige) preisliche Unterschiede im Einkauf gibt. Eindeutige Farbmerkmale, natürlich-geruchliche Beschaffenheit und ein hoher Anteil an wertvollen Begleitsstoffen geben diesen kbA-Ölen das jeweilige Charakteristikum und sind wertvolle Markenzeichen.

Ein weiterer Faktor ist der saubere ökologische Fingerabdruck, den diese Öle hinterlassen. Die Achtung der Natur ist durch den biologischen Anbau gegeben, Treibhausgas-Emissionen werden natürlich verringert, Umweltverschmutzung – durch chemische Abfallprodukte – wird vermieden und letztlich wird den Bauern auf dem globalen Markt ein fairer Preis geboten und somit eine Existenz ermöglicht. Frančis steht für dieses Bewusstsein und den Schutz unserer Natur und Umwelt!

Entscheidend für eine hautphysiologisch sinnvolle Wirkung von echter Naturkosmetik ist zudem der Anteil an qualitativ hochwertigen Fett-Begleitstoffen in pflanzlichen Ölen. Biologische Öle bewahren durch die schonende Verarbeitung einen hohen Gehalt an natürlichen Wirkstoffen. Die Natürlichkeit dieser wertvollen Begleitstoffe gibt dem Körper das richtige Signal, wodurch sie von der Haut leicht aufgenommen werden. Zu den häufigsten und wichtigsten Begleitstoffen zählen fettlösliche Vitamine (A; E; K), Tocotrienole, Lecithine, Phytosterole, Gerbstoffe, Flavanoide und Carotinoide.

Echte Naturkosmetik versteht sich daher als eine bewusst gewählte Kombination von wertvollen Inhaltsstoffen bei einem hohen Anteil an natürlichen Rohmaterialien. Das Zukaufen diverser Labels und Zertifikate wird somit auch nichtig, denn wo reine Natur drinnen steckt, muss dies nicht noch bestätigt werden. Zuweilen wird mit »zertifizierter Naturkosmetik« noch immer eine geringe bis größere Menge synthetischer Stoffe auf die Haut aufgetragen. Der menschliche Körper behandelt diese chemischen Substanzen als Fremdstoffe. Um diese Fremdstoffe zu verarbeiten bzw. auszuleiten, muss zusätzlich Energie aufgebracht werden. Folglich »pflegen« wir unsere Haut damit nur vermeintlich.
Natürliche Kosmetikprodukte sollten den Zweck erfüllen, die Haut in einen ausgewogenen Zustand mit einer gesunden Hydro-Lipid-Balance zu führen. Und nicht im Gegenteil, Abhängigkeit schaffen!